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16. Oktober 2020 | Gesundheit, Gleichbehandlung

Schwerhörige durch Corona-Maßnahmen vom öffentlichen Leben ausgeschlossen

FPÖ-Behindertensprecher Ragger: "Die verpflichtende MNS-Maske grenzt breite Teile der Bevölkerung aus."

Wie es schon der Österreichische Schwerhörigenbund in einer Aussendung kundgetan hat, zeigte sich heute, Freitag, auch FPÖ-Behindertensprecher Christian Ragger empört über weitere angedachte Corona-Maßnahmen, die die absolute Abschottung von schwerhörigen Menschen bedeuten würden. „Das geplante Verbot von transparenten Visieren und Plastikmasken, die eine nonverbale Kommunikation erst ermöglichen, bedeutet in einer Zeit des obligatorischen Tragens der MNS-Maske einen massiven Angriff auf diejenigen, die zur Bewältigung des Alltags auf die Mimik des Sprechens angewiesen sind. Wieder einmal sind es die Verletzlichen, die diese Maßnahmen der schwarz-grünen Regierung am härtesten zu spüren bekommen“, so Ragger. In Österreich gibt es rund 10.000 Gehörlose.

Rücksichtsloser Kontroll- und Verordnungszwang

Für Ragger wurde damit endgültig eine Grenze überschritten. „Diese Verbote spiegeln deutlich eine Politik wider, die in vielen Bereichen die Menschen vollkommen in Stich lässt. Das kennt man auch vom Umgang mit den Arbeitnehmern. Anstatt, wie versprochen, Hilfe zu leisten und Entlastung zu schaffen, werden Freiheiten unverhältnismäßig beschnitten und das tägliche Leben in existenzbedrohender Weise erschwert. Es kann nicht sein, dass der rücksichtslose Kontroll- und Verordnungszwang jetzt auch schon Schwerhörige trifft, die auf die Mimik - und somit auf durchsichtige Masken - angewiesen sind. Die Menschen brauchen eine Politik, die sich der Corona-Krise annimmt und nicht eine, die noch größere Probleme verursacht“, betonte Ragger.

Einschränkungen schlimmer als Virus selbst

„Die Einschränkungen und Verbote verursachen schwerwiegendere Folgen als das Virus selbst. In Österreich wurde durch das Spiel mit der Angst eine Panikmacherei losgetreten, die selbsternannte Experten dazu ermuntert, von weiteren Restriktionen zu phantasieren. Wenn es schon so weit geht, dass Menschen daran gehindert werden, überhaupt am öffentlichen Leben teilnehmen zu können und somit aus der Gesellschaft ausgestoßen werden, dann braucht man sich nicht wundern, dass sie vereinsamen und sowohl physisch, als auch psychisch erkranken - das wollen wir nicht! Eine vernünftige Corona-Politik hat sich an den gesunden Menschenverstand und die Eigenverantwortung zu richten. Sie muss sich durch die Pflicht auszeichnen, Wohlergehen, Gesundheit und Freiheit zu schützen“, sagte der FPÖ-Behindertensprecher.

 

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