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18. Juni 2020 | Asyl, Europäische Union

Frontex: Union soll Asylanträge nur noch an EU-Außengrenze erlauben!

Der Chef der EU-Grenzschutzagentur übernimmt FPÖ-Forderung bei der Asylantragsstellung.

Frontex: Union soll Asylanträge nur noch an EU-Außengrenze erlauben! - Der Chef der EU-Grenzschutzagentur übernimmt FPÖ-Forderung bei der Asylantragsstellung.

Foto: Frontex

Nach einem deutlichen, Corona-bedingten Rückgang im April ist die Zahl der Migranten Richtung Europäische Union im Mai wieder stark angestiegen. Auf den Hauptmigrationsrouten nach Europa gab es mit fast 4.300 unerlaubten Grenzübertritten fast dreimal so viel wie im April. Dies geht aus dem jüngsten Bericht der in Warschau angesiedelten EU-Grenzschutzagentur Frontex hevor. Im April waren die Zahlen im Zuge der Corona-Pandemie auf ein Rekordtief gesunken.

Heuer schon 31.000 illegale Grenzübertritte

Insgesamt registrierte Frontex dem Bericht zufolge von Jänner bis Mai 31.600 illegale Grenzübertritte – nur sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Route über die Türkei nach Griechenland war – trotz des milliardenschweren „Flüchtlingsdeals“ der Frau Merkel mit Herrn Erdoğan - bereits wieder die „aktivste Migrationsroute nach Europa“. Hier stellte Frontex im Mai 1.250 irreguläre Grenzübertritte fest, achtmal so viele wie im April. Von Jänner bis Mai wurden 12.700 Fälle verzeichnet, 28 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die meisten Migranten kamen nicht mehr aus dem Bürgerkriegsland Syrien, sondern aus Afghanistan.

Zentrale "Mittelmeer-Route" stark frequentiert

Auf der Strecke über das zentrale Mittelmeer – also von Libyen und Tunesien nach Italien und Malta – gab es rund 1.000 unerlaubte Grenzübertritte, ein Anstieg von 40 Prozent gegenüber April. Von Jänner bis Mai erfasste Frontex 5.500 Fälle, fast dreimal so viele wie in der gleichen Periode 2019. Die Migranten stammten vor allem aus Bangladesch, dem Sudan und von der Elfenbeinküste.

Immer mehr Anlandungen auch in Spanien

Über das westliche Mittelmeer – also von Marokko nach Spanien – kamen laut dem Bericht diesen Mai mehr als 650 Migranten. Das waren fast viermal so viele wie im April. In den ersten fünf Monaten des Jahres wurden hier 3.700 Migranten registriert, weniger als die Hälfte im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Fast jeder zweite Migrant war Algerier.

Auf der Westbalkanroute – also über Serbien, Kroatien und Slowenien – wurden im Mai mehr als 900 illegale Grenzübertritte verzeichnet, zehnmal mehr als im April. Von Jänner bis Mai gab es mehr als 6.900 Fälle, ein Anstieg von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Millionen Illegale in der EU

Denn laut Eurostat 2018 erging nur noch in 38 Prozent der in den EU-28 aufgrund einer Berufung oder eines anderen Rechtsmittels angestrengten Verfahren eine positive endgültige Aufenthaltsentscheidung. Und davon war nicht einmal mehr die Hälfte ein Asylstatus, sondern fast zu zwei Drittel nur ein „subsidiärer Schutzstatus“ oder ein Aufenthaltstitel aus „humanitären Gründen“.

Der Rückgang an postitiven Asylbescheiden zog eine gewaltige Zunahme von illegal Aufhältigen in der EU nach sich. Nach Schätzungen des auf Migration spezialisierten Pew-Instituts betrug die Zahl der „Einwanderer ohne Erlaubnis“ in Europa bereits 3,9 bis 4,8 Millionen – und das war im Jahr 2017.

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