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23. November 2021 | Frauenpolitik

Gewaltschutz-Gipfel: Zeitvergeudung mit Lippenbekenntnissen als Ergebnis

FPÖ-Frauensprecherin Ecker erneuert ihre Forderung nach einer "SOS-Mobilfunk-App" für potentielle Gewaltopfer: "Den Worten müssen endlich Taten folgen."

„Keine Hochrisiko-Konferenzen, keine runden Tische und auch kein Gewaltschutz-Gipfel hat bisher dazu geführt, dass die Gesellschaft endlich wachgerüttelt ist, mehr auf die Frauen zu schauen. Wir haben nämlich ganz klar ein gesellschaftliches Problem puncto Zivilcourage. Die fehlt leider, und wir müssen es auch endlich schaffen, die Menschen zu sensibilisieren, damit sie eingreifen, wenn sie Zeugen von Gewalt werden, egal ob im privaten Umfeld, oder in der Öffentlichkeit. Lippenbekenntnisse sind zu wenig, den Worten müssen endlich Taten folgen“, so die Frauensprecherin des FPÖ-Parlamentsklubs, Rosa Ecker.

Polizei sollte vor einem Mord kommen, nicht danach

Die FPÖ-Frauensprecherin erneuerte daher heute, Dienstag, ihre Forderung nach einer „SOS-App“. Konkret soll damit Frauen ein „schneller, unkomplizierter Hilfeschrei“ nach spanischem, französischem und belgischem Vorbild ermöglicht werden. Mit moderner Technik können Betroffene im Gefahrenfall rasch mit der Polizei in Kontakt treten und erhalten rasch Antwort und Unterstützung. „Denn es geht ganz klar darum, dass die Polizei vor einem Mord kommt und nicht erst danach“, betont Ecker, dass eine derartige Mobilfunk-Applikation aktive Hilfe für Frauen bieten würde.

Viele können sich Trennung finanziell nicht leisten

Zudem seien „sichere Korridore“ für die betroffenen Frauen – und oftmals deren Kinder – zu schaffen, um einen geschützten Weg aus der Gewalt zu finden. „Frauen brauchen in diesen Ausnahme- und Gefahrensituationen Begleitung und einen sicheren Wohnraum. Frauen brauchen auch die rechtliche Absicherung, dass es zu keinen Verlusten – weder finanziell, noch hinsichtlich Obsorge – im Trennungsverfahren kommt“, verweist Ecker darauf, dass viele Frauen es sich schlichtweg finanziell nicht leisten können, ihren Partner und damit ihren Wohnraum zu verlassen.

Lebenslange Einkommens-Verluste drohen

„Entscheiden sich Frauen zu diesem Schritt, werden sie ihr Leben lang von Verlusten begleitet. Denn oft wird im Pensionsalter schlagend, dass sie auf Grund des Verzichts auf Unterhaltszahlungen weder eine eigene Mindestpension, noch eine Witwenpension zugesprochen kommen. Und das oftmals geringe Einkommen führt zu noch weniger Pension“, so Ecker.

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