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11. Mai 2021 | FPÖ, Bildung, Gesundheit

Fünf-Punkte-Programm gegen Corona-Verluste im Bildungsbereich!

FPÖ-Bildungssprecher Brückl: "Der ÖVP-Bildungsminister muss dafür Sorge tragen, dass die Lern- und Bildungsrückstände wieder wettgemacht werden können."

Fünf-Punkte-Programm gegen Corona-Verluste im Bildungsbereich! - FPÖ-Bildungssprecher Brückl: "Der ÖVP-Bildungsminister muss dafür Sorge tragen, dass die Lern- und Bildungsrückstände wieder wettgemacht werden können."

Foto: FPÖ TV

„ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz und seine Regierung haben seit Beginn dieser Corona-Krise auf unsere Kinder und Jugendlichen völlig vergessen und sich bis heute nie um deren Probleme angenommen. Lediglich als es darum ging, die Schulen zu schließen, war Kurz ganz rasch zur Stelle und hat die Schulen dichtgemacht. Das war aber der größte Fehler, den Kurz, Werner Kogler und Heinz Faßmann in dieser Pandemie gemacht haben“, kritisierte heute, Dienstag, FPÖ-Bildungssprecher Hermann Brückl bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl. „Offensichtlich hat der ÖVP-Kanzler mit dem Thema Bildung nicht allzuviel am Hut“, so Brückl weiter, der auch ein Fünf-Punkte-Programm gegen Corona-Verluste im Bildungsbereich präsentierte.

ÖVP und Grüne weiter beratungsresistenz

„Konzepte für ein Offenhalten der Schulen - nämlich solche, die auch funktionieren, gibt es schon lange. Nur die Gesundheit, die Psyche unserer Kinder, die in der Pandemie aufgetretenen sozialen Probleme und die eingetretenen Bildungsrückstände und Bildungsverluste haben den Kanzler nie interessiert. Obwohl mittlerweile Dutzende Studien veröffentlicht wurden, die die Schwere der Schäden aufzeigen, die durch die schwarz-grünen Regierungsmaßnahmen, insbesondere durch die Schulschließungen, eingetreten sind, weichen ÖVP und Grüne nicht von ihrer Politik der Schikanen ab“, sagte Brückl.

Kindern wird ihre Zukunft geraubt

„Unsere Kinder leben seit mehr als einem Jahr in Isolation, sie leiden an Bewegungsarmut, sie haben ihre Tagesstruktur verloren, Ängste und Störungen haben massiv zugelegt bis hin zu einem groben Anstieg der Anzahl jener Kinder, die Suizidgedanken entwickeln. Das sind Auswirkungen der Regierungsmaßnahmen. Das ist eine katastrophale Bilanz, die hier ÖVP und Grüne abliefern, und ein Armutszeugnis für Kurz und seine Regierung – sie rauben unseren Kindern die Zukunft“, betonte Brückl.

Fragen über Fragen - aber keine Antworten

„Das einzig Positive am kommendem Montag ist, dass der Unterricht fünf Mal die Woche wieder stattfinden kann, denn Testzwang und Maskenpflicht für die Schüler bleiben ebenso wie unzählige Fragen, die ÖVP-Bildungsminister Faßmann nicht beantwortet. Wie geht man mit den 15.000 Kindern um, die sich nicht testen lassen wollen oder dürfen? Kinder, die an Krankheiten leiden? Werden diese überhaupt benotet? Müssen sie die Klassen wiederholen? Was ist mit jenen Schülern, die bei Schularbeiten fehlen? Wie werden diese Schüler überhaupt benotet? Was ist mit den Schultests, gelten diese jetzt auch in anderen Bereichen, oder doch nicht? Fragen über Fragen, aber keine Antworten. Es ist aber die Aufgabe von Faßmann, zu diesen Fragen endlich Antworten zu liefern, und es ist auch seine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sich die Arbeit und das Vorgehen der Bildungsdirektionen am Wohl der Kinder orientieren“, forderte der FPÖ-Bildungssprecher. „Die Bildungsdirektionen dürfen keine mühlenartigen Bürokratiemaschinen sein, die ohne Rücksicht auf die Individualität der Probleme und ohne Einfühlungsvermögen für Schüler und Lehrer agieren und alles zermahlen.“

FPÖ stellt Fünf-Punkte-Programm vor

„Um die Zukunft unserer Kinder zu sichern, um ihnen künftige Einkommens- und Laufbahnverluste zu ersparen und um sie in ihrer Entwicklung wieder vorwärts zu bringen, schlagen wir daher folgendes Fünf-Punkte-Programm gegen Corona-Verluste im Bildungsbereich vor:

1. Ab Herbst soll es eine Teilung der Klassen in den Kernfächern unter Berücksichtigung des Schultyps geben. Es geht darum, für zwei Jahre die Klassen in den Kernfächern zu teilen, um darüber eine andere Bildungsintensivität zu erreichen und somit einen Teil des Bildungsverlustes wieder aufholen zu können. Dazu sollen höhersemestrige Lehramtsstudenten zum Einsatz kommen – selbstverständlich mit Bezahlung (Ausbildungszulage) und einer Anrechnung auf allfällige Praktika.

2. Ab sofort sollen die Vorwissenschaftlichen Arbeiten (VwA) entfallen. Die damit gewonnene Zeit soll für Intensivkurse verwendet werden, um Bildungsrückstände aufzuholen.

3. Ab Herbst soll es eine Abhaltung von Blockveranstaltungen an den Nachmittagen in der Dauer von drei Wochen geben. Es geht darum, den gelernten Stoff der Vergangenheit einerseits zu festigen sowie zu wiederholen und andererseits die entstandenen Lücken im Lehrstoff nachzuholen. Auch hier soll es für höhersemestrige Lehramtsstudenten unter Bezahlung die Möglichkeit der Mitwirkung geben.

4. Im Hinblick auf den Erhalt des Matura-Niveaus und um der steten Aushöhlung und dem ständigen nach unten Nivellieren der Abschlussprüfungen an den maturaführenden Schulen entgegenzuwirken, fordern wir die Durchführung einer teilzentralen Matura beziehungsweise das teilweise Aussetzen der Zentralmatura. Die Grundbasis in den Kernkompetenzen muss nämlich für alle Schüler gleich sein. Jeder muss die Rechtsschreibung beherrschen, muss addieren, subtrahieren, dividieren oder multiplizieren können. Der über diese Grundbasis hinausgehende Teil ist von den Lehrern zu gestalten. Sie kennen die jeweiligen Gegebenheiten und den gelernten Stoff am besten und können daher die Schüler entsprechend vorbereiten. Zum Entfall der mündlichen Matura darf es in keinem Fall mehr kommen. Dies zu tun, wäre ein schwerer Fehler!

5. Minister Faßmann hat dafür Sorge zu tragen, dass der unsägliche Maskenzwang während des Unterrichts sofort beendet wird. Die Schulen sind nicht die Treiber des Infektionsgeschehens, die Anordnung, dass Kinder Maske zu tragen haben, ist so gut wie nicht evidenzbasiert, Kinder sind keine Virenschleudern und Todbringer.

Bildungsminister Faßmann muss Verantwortung übernehmen

„Faßmann ist verantwortlich, dass aus unseren Kindern etwas wird, dass sie ihre Freude am Lernen wieder zurückbekommen. Er muss daher dafür sorgen, dass die Lern- und Bildungsrückstände wieder wettgemacht werden können. Dazu haben wir ihm heute Vorschläge präsentiert. Wir stehen an der Seite unserer Kinder und hoffen, dass unsere Vorschläge von den Verantwortlichen gehört werden. Sie sollen den jungen Menschen wieder mehr Zuversicht und Hoffnung geben. Und sie sollen dazu beitragen, dass sie wieder mit fröhlicheren Augen in die Zukunft blicken können“, betonte Brückl.

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