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06. April 2021 | FPÖ, Gesundheit, Innenpolitik

Stures Wegsperren der Menschen funktioniert nicht mehr

FPÖ-Bundesparteiobmann Hofer zu "Ost-Lockdown"-Verlängerung: "Leichter Rückgang der Infektionszahlen ist auf weniger Tests zurückzuführen und kaum auf laufende Zwangsmaßnahmen."

Stures Wegsperren der Menschen funktioniert nicht mehr - FPÖ-Bundesparteiobmann Hofer zu "Ost-Lockdown"-Verlängerung: "Leichter Rückgang der Infektionszahlen ist auf weniger Tests zurückzuführen und kaum auf laufende Zwangsmaßnahmen."

Foto: FPÖ

Die Ost-Region bleibt noch eine Woche länger zugesperrt. Wie die Bundesregierung heute, Dienstag, bekanntgegeben hat, werden die Zwangsmaßnahmen in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und dem Burgenland bis zum 18. April verlängert. „Der Schaden für die Wirtschaft wird damit vergrößert - der Nutzen in der Pandemiebekämpfung darf bezweifelt werden, denn der leichte Rückgang der Infektionszahlen ist wohl eher auf den Wegfall der Tests in den Schulen zurückzuführen sowie auf weniger Tests zu den Osterfeiertagen“, so FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer in einer ersten Reaktion. Auch die Experten haben das heute im Rahmen der Konferenz mit der Bundesregierung und den Obleuten der Parlamentsparteien bestätigt.

"Aha-Erlebnis" der deutschen Regierung

 

Regionales Handeln unterstütze Hofer, aber damit meine er nicht "Lockdowns" in einzelnen Bundesländern, sondern ganz gezielte Maßnahmen in Regionen mit überdurchschnittlich hohen Infektionszahlen: „Deutschland ist seit Wochen im 'harten Lockdown' und sieht sich mit stetig steigenden Infektionszahlen konfrontiert. Das untermauert den Umstand, dass sich die Menschen nicht mehr länger einsperren lassen wollen und sich eben illegal im privaten Rahmen treffen, weil sie aus dem öffentlichen Raum vertrieben werden. Genau dieses Argument einer negativen Erfahrung beim nördlichen Nachbarn hat der Bundeskanzler heute auch in der Sitzung vorgebracht. Warum dann wenige Stunden später eine Verlängerung des 'Ost-Lockdown' bekanntgegeben wird, ist ein Mysterium.“

"Öffnungskommission" als "Opium für's Volk"

 

In der angekündigten „Öffnungskommission“ erkennt der FPÖ-Obmann eine besondere Mutation eines "Opiums des Volkes", das Demut und Langmut erwirken soll: „Die Ampelkoalition war jedenfalls nur wenige Tage von Bedeutung, ehe der Kanzler durch einen neuen bundesweiten 'Lockdown' die Regionalisierung, die durch die 'Corona-Ampel' schon früh ermöglicht werden sollte, zunichte gemacht hat.“ Für Hofer brauche es keine „Öffnungskommission“, sondern eine Öffnung des Handels, der Gastronomie und der Kulturbetriebe nach den bekannten und bestens erprobten Regeln für den Besuch dieser Orte, die auch bereits im Vorjahr erfolgreich umgesetzt worden seien. Das immer wieder weitere Vertrösten dieser Wirtschaftszweige im 14-Tage-Rhythmus verschlimmere das Leid und die Ohnmacht der Betriebe gegenüber den Regierenden.

Ja zu evidenzbasierten Maßnahmen

 

Hofer unterstrich, dass er alle evidenzbasierten Maßnahmen unterstütze, die weitere Zusperr-Orgien verhindern können. Das seien Hygienekonzepte, Masken, Quadratmeter-Regelungen, Testungen und das Halten von Abständen. Positiv beurteilt Hofer, dass die Regierung nun endlich auch auf den russischen Impfstoff Sputnik im Gesamtkonzept setzen will, negativ beurteilt er den Impf-Fortschritt insgesamt.

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