Skip to main content
22. Juni 2022 | Finanzen, Wirtschaft

Sanktionspolitik führt zu Verlustwelle heimischer Unternehmen an der Börse

FPÖ-Wirtschaftssprecher Angerer: "Öl-Embargo und drohender Gas-Stopp schicken Kurse energieintensiver Industriebetriebe auf Talfahrt."

„Die EU-Sanktionspolitik gegenüber Russland, die von der österreichischen Bundesregierung voll und ganz mitgetragen wird, wirkt – aber leider in die verkehrte Richtung. Die Drosselung der Gas-Lieferungen aus Russland führt an den Börsen zu dramatischen Kursverlusten. Betroffen davon sind in erster Linie Unternehmen, die einen hohen Energieaufwand haben, und die daher besonders unsicher in die Zukunft blicken“, kommentierte heute, Mittwoch, FPÖ-Wirtschaftssprecher Erwin Angerer die Entwicklungen auf den Aktienmärkten.

Jeden Tag Vermögen und Wohlstand vernichtet

Die Aktie der voestalpine AG hat alleine heute mehr als zehn Prozent eingebüßt. Am 8. Juni war eine Aktie noch 29,48 Euro wert, heute sind es nur noch 21, 84 Euro. Im Jahresverlauf hat die Aktie ganze 28 Prozent an Wert verloren. Ähnlich sieht es bei anderen energieintensiven Industriebetrieben aus: AT&S, Wienerberger oder Lenzing – sie alle sind seit Juni auf Talfahrt. „Die Firmen und ihre Aktionäre sind verunsichert, weil diese schwarz-grüne Regierung bis heute keinen Plan für den Fall hat, wenn Russland den Gashahn endgültig kappt. So werden jeden Tag Vermögen und Wohlstand vernichtet. Und man muss es fast als Verhöhnung werten, wenn dann die grüne Energieministerin Leonore Gewessler meint, man soll beim Kochen den Deckel auf den Topf geben und in der Wohnung mit zwei Grad weniger Raumtemperatur auskommen, um Energie zu sparen. Das ist lächerlich und hilft der Wirtschaft nicht weiter, die um die Aufrechterhaltung ihrer Produktion fürchtet“, so der freiheitliche Wirtschaftssprecher.

Russen-Gas muss in jedem Fall bezahlt werden

Die aktuell brenzlige Lage sei alleine der Haltung dieser Bundesregierung gegenüber Russland geschuldet, erklärte Angerer: „Deshalb ist auch der Gasspeicher in Haidach leer. Gazprom befüllt ihn einfach nicht mehr. Deshalb werden jetzt mit dem Gasdiversifizierungsgesetz 400 Millionen Euro verschleudert, weil sich ÖVP und Grüne einbilden, dass wir kein Gas mehr aus Russland nehmen dürfen. Diese Haltung gefährdet die Existenzen der Menschen und der Wirtschaft in unserem Land“, betonte Angerer, der in diesem Zusammenhang auch auf Aussagen von Ex-OMV-General Gerhard Roiss verwies, der erklärte, dass es egal ist, ob Österreich das Gas aus Russland beziehe, oder nicht. Bis 2027 müsse Österreich durch langfristige Lieferverträge trotzdem dafür zahlen – und zwar rund sechs Milliarden Euro pro Jahr. Das heißt, wir kaufen uns mit Steuergeld teures Gas aus anderen Quellen, und das Gas aus Russland müssen wir trotzdem bezahlen. Wo ist denn hier die Logik?“, fragte Angerer abschließend.

© 2022 Freiheitliche Partei Österreichs. Alle Rechte vorbehalten.