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15. September 2020 | Land- und Forstwirtschaft

Nach Rüben- nun Schweine-Pleite: ÖVP muss Bauernsterben stoppen

FPÖ-Agrarsprecher Schmiedlechner: "Corona brachte massiven Preisverfall, nun droht auch noch afrikanische Schweinepest - Ministerin Köstinger schaut der nächsten Sparte beim Sterben zu!"

„Die nächste Produktionssparte in der Landwirtschaft wird an die Wand gefahren - jetzt geht es den Schweinehaltern an den Kragen. Nach dem Desaster mit den Rübenbauern schaut die ÖVP-Ministerin der nächsten Sparte beim Sterben zu“, so der freiheitliche Landwirtschaftssprecher Peter Schmiedlechner.

Von Rekord-Hoch auf Rekord-Tief

„Während am Anfang des Jahres die Preise für Schweinefleisch noch auf Rekord-Hoch waren, bricht der Preis jetzt total ein. Anfangs schien es, als ob es für die Schweinehalter ein gutes Jahr wird, doch dann kam Corona. Gasthäuser, Restaurants und Kantinen waren geschlossen, die Preise gingen auf Talfahrt. Der massenhafte Ausbruch von Covid-19-Fällen in deutschen Schlachthöfen führte dazu, dass die Schlachtbetriebe vorübergehend keine Tiere mehr abnahmen, dies führte auch in Österreich zum Preisverfall. Für die Bauern ist die Schweinehaltung seit Monaten ein Verlustgeschäft. Allein die Kosten für Futter, Tierarzt und Stall übersteigen die Erlöse. Daher ist es kein Wunder, dass immer mehr Betriebe aufgeben.“ Derzeit gäbe es nur noch rund 21.000 Schweinehalter in Österreich, vor zehn Jahren waren es noch 38.000 Betriebe, das sei ein Rückgang von beinahe 45 Prozent.

Importverbote gegen Schweinepest-Einschleppung

„Jetzt bedroht auch noch die afrikanische Schweinepest die heimische Schweineproduktion. Derzeit ist nur ein einziges Wildschwein infiziert in Deutschland aufgefunden worden, und der Schweinepreis ist sofort abgestürzt. So ist das deutsche Schweinefleisch von vielen asiatischen Märkten gesperrt worden. Hier müssen wir vorsichtig sein und unseren Markt schützen. Es darf nicht dazu kommen, dass auch in Österreich die Schweinepest auftaucht, sonst verlieren auch unsere Bauern ihre Absatzmärkte. Jetzt muss dringend gehandelt werden, wir sollten alle Lebendtiertransporte aus Deutschland sofort einstellen und gleichzeitig die Bejagung der Wildschweine massiv verstärken, um das Einschleppen möglichst zu verhindern“, betonte der FPÖ-Agrarsprecher die Notwendigkeit, die in Not geratenen Schweinebauern zu unterstützen.

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