Skip to main content
14. Oktober 2020 | Justiz

Nach Geiselnahme in Justizanstalt Asten muss Zadić endlich handeln

FPÖ-Generalsekretär Schnedlitz: "Anstaltsleitung offensichtlich überfordert - Justizministerin Zadić sollte in ihren Gefängnissen rasch für Ordnung sorgen."

Nach Geiselnahme in Justizanstalt Asten muss Zadić endlich handeln - FPÖ-Generalsekretär Schnedlitz: "Anstaltsleitung offensichtlich überfordert - Justizministerin Zadić sollte in ihren Gefängnissen rasch für Ordnung sorgen."

Foto: FPÖ

„Muss es zuerst Tote geben?“, fragt sich FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz angesichts der Zustände in der Justizanstalt Asten. Die oberösterreichische Haftanstalt im Bezirk Linz-Land kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus: Ausbrüche, Skandale und heute eine Geiselnahme. „Wenn es so gehäuft zu Vorfällen aufgrund mangelnder Sicherheit in einer Justizanstalt kommt, die ja als Musteranstalt über den grünen Klee gelobt wird, ist es an der Zeit, dass das Chaos von der zuständigen grünen Ministerin Alma Zadić endlich beendet wird“, forderte Schnedlitz heute, Mittwoch.

Wie kommt ein Häftling zu einem Messer?

„Aber nicht nur das System Asten ist zu hinterfragen und zu ändern, auch die interimsmäßige Anstaltsleitung dürfte grenzenlos überfordert sein. Wie ist es möglich, dass ein Häftling zu einem Messer kommt, um dann damit eine Geisel nehmen zu können, weil er gerne Drogen hätte? Diese Frage reiht sich in eine Serie von Fragen ein, auf die Ministerin Zadić schleunigst Antworten liefern sollte. Der erste Schritt ist jedoch, die Führung in Asten auszutauschen, bevor es wirklich Tote gibt“, betonte der FPÖ-Generalsekretär.

Bereits am Wochenende drei Ausbrüche in Graz

Zadić geriet schon am vergangenen Wochenende in Erklärungsnotstand, als drei ausländische Häftlinge in der Nacht auf Samstag im vorgeblichen Hochsicherheits-Gefängnis Graz-Karlau ausbrechen konnten, nachdem sie zuvor unbemerkt ein Loch in die Außenmauer gestemmt hatten. Zudem hatte es erst im Juli einen weiteren, nur knapp gescheiterten Ausbruchsversuch in der Strafanstalt Graz-Jakomini gegeben.

Überfüllte Gefängnisse mit zuwenig Personal

Die Situation in den österreichischen Gefängnissen ist aufgrund von teils massiver Überfüllung, gepaart mit Personalnot bei den Justizwachebeamten, schon seit Jahren prekär. Mehr als die Hälfte der rund 9.000 Strafgefangenen bundesweit sind zudem Ausländer.

© 2020 Freiheitliche Partei Österreichs. Alle Rechte vorbehalten.