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26. März 2020

Konfuse Testmethodik

Wenn man Medienberichten glauben darf, dann kommt jetzt Bewegung in die mehr als konfuse Corona-Testmethodik in Österreich. In den Bundesländern kommen bisher neun verschiedene Umsetzungen der bundesweiten Richtlinie zur Corona-Austestung zur Anwendung. Eine national einheitlich umgesetzte Methode ist nötig, da sonst die vorliegenden Statistiken nicht relevant sind.

Unsere Kritik und die von Experten hat die Bundesregierung doch zum Umdenken bewegt. Jetzt sollen die Leitlinien so erweitert werden, dass auch praktische Ärzte eine Testung anordnen können.

Ein großes Problem stellt nach wie vor die willkürliche und unbedachte Quarantäne von Personen mit Verdacht auf eine Infektion dar, ohne diese auszutesten. Das könnte schlussendlich eine Kettenreaktion auslösen und schlussendlich alle Österreicher in eine Quarantäne verbannen.

Eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne bei zwei negativen Tests im Abstand von 48 Stunden würde die personelle Situation in den Gesundheitseinrichtungen – und bei weiterer Ausdehnung der Tests auch in anderen versorgungsrelevanten Einrichtungen – rasch verbessern oder zumindest eine weitere Verschlechterung verhindern.

Ein wichtiges Instrument zur Vorbeugung und Verhinderung von Ansteckungen wäre die Informationspflicht des Gesundheitsministers. Aber mein diesbezüglicher Antrag wurde von Schwarz-Grün leider abgelehnt.

Das war nicht gerade eine vertrauensbildende Maßnahme, von der die Bundesregierung doch so gerne und häufig spricht.

Gerhard Kaniak, Gesundheitssprecher der FPÖ

Der Kommentar ist in der aktuellen Ausgabe der Neuen Freien Zeitung erschienen.

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