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20. September 2018 | Asyl, Zuwanderung

Jeder 7. Einwanderer lehnt unsere Werte ab

Der „Integrationsbericht 2018“ zeigt bisherige Fehler bei der Einwanderungs- und Integrationspolitik schonungslos auf.

Der "Integrationsbericht 2018" zeigt deutlich, dass vor allem Türken und Moslems kein Interesse an westlichen Werten haben.

freie-presse.net / flickr.com (CC BY 2.0)

Österreich wird – in der Sprache der Gutmenschen – „bunter“. 1.395.900 Ausländer und fast zwei Millionen Österreicher mit „Migrationshintergrund“ leben in Österreich. Der Integrationsbericht 2018 enthält weniger euphorische Details: Fast 15 Prozent oder jeder siebte Einwanderer lehnt die Werte unserer Gesellschaft rundweg ab.

Schon 3,4 Millionen "neue Österreicher"

Der Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Lebten zu Jahresbeginn 2008 erst 829.700 Menschen ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich (10 Prozent der Gesamtbevölkerung), waren es mit Stichtag 1. Jänner 2018 bereits 1.395.900 oder 15,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Zusätzlich leben knapp zwei Millionen Menschen mit „Migrationshintergrund“ in Österreich, ihr Anteil an der Wohnbevölkerung ist seit 2008 von 16 auf 23 Prozent gestiegen.

Migrationsdruck hält weiter an

Was Einwanderung und Asyl betrifft, sieht Außenministerin Karin Kneissl keine Entspannung der Situation. „Kriege gehen zu Ende, aber Demographie kann man nicht ändern“, bemerkte Kneissl mit Blick auf die anhaltende Bevölkerungsexplosion im arabischen und afrikanischen Raum.

Kritisch betrachtet Kneissl außerdem den Rückgang der Deutschkenntnisse bei der zweiten und dritten Generation moslemischer Migranten. Verantwortlich dafür sei auch der leichtere Zugang zu Medien des Heimatlandes. Daher nehme auch die Radikalisierung innerhalb der Schulen dramatisch zu. „Der Kulturkampf in den Schulklassen ist definitiv ein Thema, mit dem wir uns künftig beschäftigen müssen“, bestätigte Kneissl jene derzeit heftig diskutierte Analyse einer Wiener Lehrerin, die darüber ein Buch geschrieben hat.

Deutsch als Fremdsprache

An den Schulen hat bereits rund ein Viertel aller Schüler österreichweit eine andere Umgangssprache als Deutsch. In Wiener Schulen allerdings liegt der Anteil bereits bei 51 Prozent, im roten „Bildungsliebkind“, der Neuen Mittelschule, sogar bei 73 Prozent. Hinzu kommen noch jene rund 45.000 außerordentlichen Schüler, zu zwei Drittel aus Familien von Asylwerbern oder anerkannten Asylanten, die erst an die Unterrichtssprache Deutsch herangeführt werden müssen.

Das Bildungs- und Integrationsmanko setzte sich 2017 auf dem Arbeitsmarkt fort: Die Erwerbstätigenquote lag 2017 bei Menschen türkischer Herkunft mit 55 Prozent und bei Menschen aus Fluchtherkunftsländern (Syrien, Afghanistan, Irak) mit 27 Prozent deutlich unter dem Schnitt.

Dafür stellten Ausländer 2017 österreichweit bereits die Hälfte aller Bezieher einer Bedarfsorientierten Mindestsicherung (BMS), mehr waren es in Wien (51 Prozent), Tirol (57 Prozent) und Vorarlberg (57 Prozent). Unter den ausländischen Beziehern stellten Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte mit 55 Prozent mehr als die Hälfte aller BMS-Bezieher.

Ablehnung unserer Werte

Mit den Problemen am Arbeitsmarkt, der Verdrängung von eingesessenen durch neue Einwanderer, geht auch die Akzeptanz der gesellschaftlichen Werte einher. Sie wächst bei den ehemaligen „Gastarbeitern“ mit bosnischem Migrationshintergrund (6,5 Prozent) sowie bei 11,2 Prozent mit einem kroatischen und bei 13,4 Prozent mit einem serbischen Migrationshintergrund.

Eine besondere Ablehnung österreichischer Werte zeigt sich bei moslemischen Einwanderern, und hier besonders bei jenen aus der Türkei. Dieser hatte sich von 2016 auf 2017 auf 34,3 Prozent fast verdoppelt und ist bei der jüngsten Befragung etwas zurückgegangen. Aber 25,5 Prozent lehnen die österreichische Gesellschaft und deren Werte schlichtweg ab.

Dass sich diese Tendenzen nicht nur auf die erste Generation beschränken, sondern auch bei Jugendlichen, die in Österreich sozialisiert wurden, ersichtlich sind, bestätigte warnend eine Studie zu moslemischen Jugendlichen.

Hohe Asylquote Österreichs

Der Integrationsbericht könnte auch für die neue UN-Menschenrechtskommissarin von Interesse sein: Österreich wies 2017 im EU-Vergleich mit 2,8 Asylanträgen pro 1.000 Einwohner den fünfthöchsten Wert aller EU-Mitgliedsstaaten auf.

Aber diese hohe Zahl enthält auch sozial- und sicherheitsrelevante Details: Zwei Drittel aller Asylwerber waren 2017 männlich – und sehr jung. Knapp die Hälfte der Asylwerber des Vorjahres war jünger als 18 Jahre alt, 85 Prozent waren jünger als 35 Jahre.

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