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07. Juli 2020 | FPÖ, Parlament, Wirtschaft

Jahrhundertelange Tradition der Marktfahrer ist bedroht!

Freiheitlicher Antrag zur finanziellen Unterstützung der Marktfahrer eingebracht – bei Ablehnung stehen viele Existenzen vor dem Aus.

Im Zuge der Nationalratssitzung heute, Dienstag, standen einmal mehr viele Gesetzesbeschlüsse im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Covid-19-Krise auf der Tagesordnung. Der freiheitliche Wirtschaftssprecher Erwin Angerer begrüßte grundsätzlich das Konjunkturstärkungsgesetz, mahnte aber gleichzeitig ein, nicht auf jene Berufsgruppen zu vergessen, die besonders stark von den Corona-Folgen betroffen sind. „Dass nun endlich Maßnahmen getroffen werden, um die Konjunktur anzukurbeln, ist ein längst überfälliger Schritt. Wie bei den meisten Hilfspaketen ist auch dieses wieder nur halb durchdacht, und viele bleiben auf der Strecke wie beispielsweise die unzähligen Marktfahrer in Österreich“, so Angerer.

4.800 Marktfahrer in ganz Österreich bedroht

„Österreichweit sind rund 4.800 Marktfahrer von enormen Umsatzeinbußen aufgrund der Absage zahlreicher Märkte und Veranstaltungen betroffen. Für die Marktfahrer stellen Märkte oftmals die einzige Einnahmequelle dar, da ist auch die Erhöhung der erlaubten Personenanzahl bei Großveranstaltungen keine wahre Hilfe. In Kärnten wurde beispielsweise der Wiesenmarkt in Bleiburg abgesagt. Seit 1393 hat dieser regelmäßig, trotz schwieriger Zeiten und Kriege, stattgefunden. Nun wird der Markt erstmalig ausgesetzt, da Paragraph 10 der Lockerungsverordnung eine Veranstaltung mit mehr als 200 Personen nur mit bestuhlten Plätzen erlaubt und generell Veranstaltungen mit mehr als 10.000 Besuchern verboten bleiben. Ungefähr 30.000 Besucher zählt der Wiesenmarkt jährlich und wird somit per Gesetz heuer verboten, was vielen Marktfahrern eine wichtige Einnahmequelle verschließt“, sagte dazu auch der Kärntner FPÖ-Landesparteiobmann Gernot Darmann.

Kein Problem mit Corona-Vorgaben

„In Kärnten, wo auch die Durchführung des Marktes in St. Veit auf der Kippe steht, sehen 270 Marktfahrer ihre Existenz bedroht, obwohl diese bereits unzählige Konzepte ausgearbeitet haben, die ein Arbeiten unter Einhaltung der Corona-Bestimmungen ermöglichen würden. Die Lieferanten halten sich an alle Sicherheitsvorgaben, die von der schwarz-grünen Regierung gepredigte Eigenverantwortung liegt natürlich bei den Besuchern. Es kann daher nicht sein, dass Marktfahrer derart stark in ihrer Unternehmerschaft benachteiligt werden, obwohl sie der Situation hilflos und unverschuldet ausgesetzt sind. Wir haben daher heute im Parlament einen Entschließungsantrag eingebracht, um den heimischen Marktfahrern finanzielle Hilfe zur Abdeckung der Fixkosten und des Umsatzausfalls zukommen zu lassen. Wir können nur hoffen, dass Schwarz und Grün diesen nicht ablehnen und die Dringlichkeit dieses Problems nicht erst wieder Wochen später erkennen, wenn viele Marktfahrer nicht mehr existieren“, betonte Angerer.

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