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11. Mai 2020

Hofer: Regierung verhöhnt die Wirte mit 30 Euro Hilfe pro Tag

Anstelle von finanzieller Hilfe kommt das nächste Rettungspaket vollgepackt mit heißer Luft

„Die Zahl der Regierungspressekonferenzen nähert sich der 100er-Marke – eines bleibt gleich: Auf wirksame Hilfe wartet die heimische Wirtschaft noch immer. Das mussten heute auch die mehr als 40.000 Gastronomen erkennen“, zieht FPÖ-Bundesparteiobmann NAbg. Norbert Hofer eine enttäuschende Bilanz. Das seit mehreren Tagen groß angekündigte Rettungspaket für die heimische Gastronomie verdiene den Namen nicht. Umgerechnet bedeuten die 500 Millionen der Regierung gerade einmal rund 30 Euro Unterstützung pro Betrieb und Tag. Hofer: „Drei Mittagsmenüs mit Getränk – das ist der Regierung die Gastrokultur wert. Ein Armutszeugnis.“

Das Gastropaket sei einmal mehr ein Placebo, das den Wirten nicht helfe, zeigt sich Hofer überzeugt. Bestes Beispiel dafür: die Senkung der Steuer auf nichtalkoholische Getränke von 20% auf 10% mit einer Wirksamkeit ab dem 1. Juli 2020. Norbert Hofer: „So wie sich die Situation in der Gastronomie aktuell darstellt, werden viele Betrieb den 1. Juli finanziell nicht mehr erleben. Hilfe für die Gastronomie sieht anders aus.“ Die Erhöhung der Absetzbarkeit von Geschäftsessen helfe in Wahrheit niemandem. Die Wirtschaft liege am Boden, der Bedarf an Geschäftsessen werde in den nächsten Wochen eher nicht ansteigen.

Eine echte Hilfe für die heimische Wirtschaft stellt aus Sicht der FPÖ der bereits präsentierte 1.000-Euro-Gutschein für jeden Österreicher – vom Baby bis zum Pensionist – dar. Hofer: „Dieser Gutschein kann ausschließlich bei Betrieben eingelöst werden, die in Österreich angesiedelt sind und hier auch ihre Steuern bezahlen. Damit wird die Kaufkraft gestärkt. Der Gutschein kann natürlich auch in der Gastronomie eingelöst werden, die derzeit vor allem eines brauchen: Umsatz.“

Eine große Erleichterung für die Wirte wäre, wenn endlich die Verordnung für die Wieder-Eröffnung kommt. Mehr als eine Vorschau auf die Richtlinien, die verordnet werden sollen, ist auf der Seite des Gesundheitsministeriums nicht zu finden. Norbert Hofer: „Die letzten Lockerungsverordnungen aus dem Hause Anschober sind gerade einmal 90 Minuten vor der Frist veröffentlich worden. Diese Last-Minute-Wurschtelei muss ein Ende haben. Die Wirte brauchen sofort Richtlinien, um sich für das Hochfahren ihrer Betriebe vorzubereiten.“

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