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27. November 2019 | Frauenpolitik

Frauenmorde: Neue Erkenntnisse über Täter müssen umgesetzt werden

FPÖ-Frauensprecherin Ecker: "Es ist alarmierend, dass eigene vier Wände für Frauen der gefährlichste Ort sind. Wir brauchen dringend mehr Mutter-Kind-Heime zu deren Schutz."

Entsetzt zeigt sich FPÖ-Frauensprecherin Rosa Ecker von den Ergebnissen der von Ex-Innenminister Herbert Kickl in Auftrag gegebenen Untersuchung aller 55 geklärten Mordfälle von Jänner 2018 bis zum Jänner dieses Jahres – und hier vor allem der 36 Frauenmorde in diesem Zeitraum. 19 dieser Morde wurden von Fachleuten aus Polizei, Kriminalpsychologie und dem Wiener Institut für Strafrecht und Kriminologie näher untersucht, wobei sich herausstellte, dass fast alle Täter aus dem direkten Umfeld der Opfer stammten. „Vor dem Hintergrund des internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen ist es mehr als alarmierend, dass die eigenen vier Wände für Frauen der gefährlichste Ort sind", so Ecker.

Mehr Hilfe bei Gewalt in der Familie

Laut dem vorliegenden Ergebnis kannten sich in 92 Prozent der Fälle Opfer und Täter, 54 Prozent waren verwandt oder bekannt und 38 Prozent lebten in einer Beziehung oder in Trennung. "Wenn sich Frauen aus der Gewalt in der Familie befreien wollen, müssen sie jene Hilfe und Unterstützung bekommen, um nicht der etwaigen Gefahr einer Gewalttat ausgesetzt zu sein“, wiederholte Ecker ihre klare Forderung nach einem massiven Ausbau des Opferschutzes: „Dazu gehört ganz klar, dass wir mehr Mutter-Kind-Heime haben, um Frauen vor den Tätern zu schützen.“

Bessere Vernetzung der Behörden nötig

„Aus dieser Studie geht weiters hervor, dass über die Hälfte der Täter bereits mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Hier ist eine stärkere Vernetzung aller Behörden gefragt und notwendig. Die Zahlen, Daten und Fakten zeigen aber auch, dass wir mit der Gewaltprävention bereits in den Schulen beginnen müssen, um dort über die Gleichstellung der Frauen in Österreich aufzuklären“, so Ecker.

Betretungsverbot muss effektiver werden

„44 Prozent der erfassten Täter hatten bereits ein Betretungsverbot auferlegt bekommen, dennoch war ein Schutz der Frauen nicht gegeben. Dieser Umstand gibt zur Sorge Anlass, dass die Frauen aus Furcht ihren Peinigern weiterhin Einlass gewähren. Dank der Initiative des ehemaligen Innenministers Kickl gibt es nun eine Studie, um effektive Maßnahmen ausarbeiten und setzen zu können“, betonte Ecker.

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