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Frauenförderung im MINT-Bereich fehlt Strategie!

FPÖ-Frauensprecherin Ecker: "Trotz unzähliger Fraueninitiativen steigt der Frauenanteil bei Mathemaitk, Informatik, Naturwissenschaft und Technik nicht."

Kritik übte heute, Mittwoch, die freiheitliche Frauensprecherin Rosa Ecker daran, dass es bei der Frauenförderung im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, Anm.) keinerlei Strategie gebe. „Aktivitäten und Projekte werden planlos gestartet, und ÖVP und Grüne erkennen die Problematik eigenartigerweise immer erst, wenn extra Anträge von der Regierung an die Bundesminister als Anschub-Energie gestellt werden. Eigenständiges Erarbeiten von Konzepten – Fehlanzeige. Die Mädchen und Frauen in unserem Land sind gut ausgebildet, vielseitig interessiert und zu einem großen Teil sicherlich auch Bestens für einen MINT-Bereich geeignet, wenn sie das selbst wollen.“ Wir Freiheitlichen werden diesem unverbindlich formulierten Antrag für eine Strategie zustimmen.

Keine Strategie, nur Einzelkampagnen

Derzeit gibt es 50 MINT-Schulversuche, die auch im Schulbudget zu finden sind. Dazu kommen die MINT-Gütesiegel vom Kindergarten bis zu den höheren Schulen und jetzt auch das Projekt LEA, initiiert von der Frauenministerin. „All diese Projekte haben eines gemeinsam: Es gibt keine Strategie, nur einzelne Kampagnen, die eher halbherzig sind. Das ist aber mit Sicherheit zu wenig, um den Frauenanteil in diesem Bereich nachhaltig zu erhöhen“, betonte Ecker.

Zahl der Studentinnen sinkt, anstatt zu steigen

„Auch die Vorsitzende der Fachkommission MINT der Akademie der Wissenschaften in der Schweiz, Susanne Metzger, spart nicht mit Kritik, wenn sie sagt, dass die Nachhaltigkeit fehlt“, verwies Ecker auf deren Kritik, wonach es derzeit viele Projekte nur für eine relativ kurze Zeit gibt – langfristige Projekte wären sinnvoller. Metzger berichtet zudem, dass die Bilanz der MINT-Förderung in der Schweiz ernüchternd sei: Im Bereich der Physik an der ETH Zürich sei die Zahl der Studentinnen in den vergangenen fünf Jahren nicht merkbar gestiegen – in der Informatik und Mathematik sogar gesunken“, erklärte Ecker, die noch anführte, dass gerade im MINT-Bereich ein Fachleutemangel bemerkbar ist.

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