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24. November 2019 | Wahlen

FPÖ verteidigte Platz drei in der Steiermark

ÖVP und Grüne legten, ähnlich wie im Bund, stark zu, KPÖ und Neos fix im Landtag – Zweier-Koalition Schützenhöfers aber nur mit SPÖ oder FPÖ möglich.

FPÖ verteidigte Platz drei in der Steiermark - ÖVP und Grüne legten, ähnlich wie im Bund, stark zu, KPÖ und Neos im Landtag – Zweier-Koalition Schützenhöfers aber nur mit SPÖ oder FPÖ möglich.

Foto: FPÖ

Die Steiermark-Wahl ist geschlagen – und das Ergebnis spiegelt die Ergebnisse der letzten Nationalratswahl am 29. September wieder: Schwarz und Grün legten deutlich zu, die ÖVP ist nach 14 Jahren erstmals wieder stärkste Kraft im Lande. Rot und Blau verloren ebenso deutlich. Immerhin – die FPÖ liegt nach wie vor souverän auf Platz drei, und es ginge sich auch bequem eine schwarz-blaue Koalition im Landtag aus, während schwarz-grün zumindest in einer Zweier-Koalition keine Mehrheit findet.

Bisherige Nummer eins SPÖ stürzte auf 23 Prozent ab

Die Ergebnisse im Detail: SPÖ 23,0 Prozent (-6,3 Prozent), ÖVP 36,0 (+7,6), FPÖ 17,3 (-9,4), Grüne 12,2 (+5,5), KPÖ 6,1 (+1,9), Neos 5,4 (+2,8). Für die KPÖ und vor allem die Neos bedeutete das Ergebnis der ersten Hochrechnung um 16.00 Uhr noch eine Zitterpartie, ob sie die Fünf-Prozent-Hürde auch tatsächlich schaffen, was sich letztlich aber für beide klar ausging.

ÖVP kann sich Koalitionspartner aussuchen

Die Mandatsverteilung (insgesamt 48 Sitze) würde nach den letzten Ergebnissen so aussehen: SPÖ 11 (-4), ÖVP 18 (+4), FPÖ 8 (-6), Grüne 6 (+3), KPÖ 3 (+1), Neos 2 (erstmals im Landtag). Zweier-Koalitionen gehen sich demnach nur zwischen ÖVP und SPÖ oder zwischen ÖVP und FPÖ aus. Aber die ÖVP unter Landeshauptmann und Spitzenkandidaten Hermann Schützenhöfer kann es sich aussuchen, und so wäre, ähnlich wie in Salzburg, auch eine Dreier-Koalition ÖVP-Grüne-Neos mehrheitsfähig.

Lob für dynamischen Wahlkampf des Kunasek-Teams

FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer zeigt sich enttäuscht vom Ergebnis der Landtagswahl in der Steiermark, hebt aber die Leistung der steirischen Freiheitlichen hervor: „Mario Kunasek und sein Team haben einen fehlerlosen und höchst dynamischen Wahlkampf absolviert. Die Nachwirkungen des Ibiza-Skandals haben nach der Bundespartei und unseren Freunden in Vorarlberg nun leider auch die Steiermark getroffen“, so Hofer.

"Niederlage" ist immerhin zweitbestes Wahlergebnis

Umso bemerkenswerter sei, dass die FPÖ Steiermark nach derzeitiger Hochrechnung trotzdem das zweitbeste freiheitliche Ergebnis in der Geschichte der steirischen Landtagswahlen erkämpfen konnte.

Auswirkung einer einzigartigen Anti-FPÖ-Kampagne der Medien

FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky ergänzte im ORF-Gespräch, dass das Ergebnis angesichts eines "international einzigartigen Negativ-Trommelfeuers der Medien gegen die FPÖ" gar nicht so schlecht sei. Man habe sich beim heutigen Ergebnis gefangen und gehe nun mit voller Kraft daran, die Leihstimmen von der ÖVP, die mit FPÖ-Themen auf Stimmenfang gegangen war, wieder zurückzuholen.

Auftrag, miteinander zu reden

Landesparteiobmann Mario Kunasek erklärte, er sehe das Wahlergebnis zumindest als einen Auftrag, miteinander zu reden und zu schauen, wo sich die Programme decken. Er wolle die Verantwortung für die Niederlage keinesfalls wegschieben, aber durch die politische Großwetterlage habe die steirische FPÖ ihre Themen leider nicht entsprechend vermitteln können.

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