Skip to main content
24. März 2020

FPÖ – Hofer: Minister Anschober muss Widerstand gegen flächendeckende Corona-Tests aufgeben

Wien (OTS) - Mit dem gestrigen Tag wurden in Österreich rund 23.500 Corona-Tests durchgeführt. Gesundheitsminister Rudolf Anschober versprach, die Testkapazitäten in den nächsten Tagen und Wochen zu erhöhen – von flächendeckenden Tests will er aber nichts wissen. Das stößt bei FPÖ-Bundesparteiobmann NAbg. Norbert Hofer auf Unverständnis: „Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt flächendeckende Tests. Nur wenn man weiß, wie viele Menschen tatsächlich das Virus in sich tragen und es damit auch weitergeben können, können die Bemühungen im Kampf gegen die weitere Verbreitung optimiert werden. Ich verstehe die ablehnende Haltung des Gesundheitsministers in dieser Frage absolut nicht.“

Bereits am 6. März hat FPÖ-Gesundheitssprecher NAbg. Gerhard Kaniak auf zertifizierte Corona-Schnelltests hingewiesen, die ein österreichisches Labor entwickelt hat. Eigenen Angaben zufolge kann dieses Labor bis zu 150.000 Testkits pro Woche liefern. Das Ergebnis liegt innerhalb einer Stunde vor, so Hofer. Aber auch international wurden und werden Tests am Fließband produziert. Norbert Hofer: „Die Kapazitäten sind vorhanden. Besonders dringend wäre die Testung all jener Menschen, die für die Aufrechterhaltung des Systems gebraucht werden. Viele von ihnen wurden ungetestet in einen 14-tägige Quarantäne geschickt. Alleine im Wiener Krankenanstalten-Verband sind 200 Ärzte vorsorglich in die Isolation geschickt worden, obwohl sie dringend gebraucht werden. Bei ihnen und bei allen anderen systemrelevanten Menschen wie Pflegern, Polizisten, Rettungskräften oder Bundesheer-Soldaten muss dringend die Testung aufgenommen werden. Die Kosten sind hier kein Argument mehr. Von einigen hundert Euro pro Testung wie am Beginn der Coronavirus-Krise sind wir weit entfernt. Ein Test kostet derzeit nicht mehr als ein Mittagessen.“

Solange Gesundheitsminister Anschober nicht auf die flächendeckende Testung umstelle, würden noch viele Anrufe bei der 1450-Hotline eingehen, wo Menschen Symptome schildern, dann aber nicht für einen Test ausgewählt werden, weil sie nicht in Ischgl Skifahren waren oder sich vor kurzem in Italien aufgehalten haben. „Die Dunkelziffer bei den Corona-Infizierten ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen“, warnt Norbert Hofer und schildert einen Fall aus dem Burgenland: „Eine Frau wurde trotz eindeutiger Symptome tagelang ein Corona-Test verweigert. Erst nach mehreren Tagen Wartezeit wurde sie getestet. Die Patientin war positiv und hatte in der Zwischenzeit mit anderen Menschen Kontakt.“

FPÖ-Bundesparteiobmann NAbg. Norbert Hofer appelliert daher einmal mehr an Gesundheitsminister Anschober, auf flächendeckende Tests umzustellen: „Der Minister hat schon öfter seine Meinung geändert. Er war anfangs gegen Grenzschließungen und hat Ausgehbeschränkungen einen Tag vor deren Verkündung noch für nicht notwendig beziehungsweise denkbar erklärt. Ich hoffe, dass Minister Anschober nun auch der Empfehlung der WHO nachkommt und seine Abwehrhaltung zu flächendeckenden Corona-Tests aufgibt.“

© 2020 Freiheitliche Partei Österreichs. Alle Rechte vorbehalten.