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08. Juli 2020

FPÖ – Fürst beantragt „Bruno-Kreisky-Preis“ des Nationalfonds

Wien (OTS) - „Der Nationalfonds wurde beim Parlament eingerichtet, um Menschen zu unterstützen, welche zwischen 1938 und 1945 durch die Nationalsozialisten verfolgt wurden bzw. das Land verlassen mussten, um der Verfolgung zu entgehen. Wenn dieser Fonds nun einen Preis vergibt, so ist Bruno Kreisky dafür als Namensgeber prädestiniert“, begründete FPÖ-Verfassungssprecherin NAbg. Susanne Fürst den Abänderungsantrag der Freiheitlichen, den geplanten Preis, mit dem besonderes zivilgesellschaftliches Engagement gegen Antisemitismus und für Aufklärung über den Holocaust ausgezeichnet werden soll, nicht nach Simon Wiesenthal, sondern nach Bruno Kreisky zu benennen.

„Kreisky, der 1911 in eine jüdische Wiener Familie geboren wurde, war Opfer des Austrofaschismus und entkam durch die Flucht nach Schweden 1938 der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Durch seine Zugehörigkeit zum Nationalrat von 1956 bis 1983 – unterbrochen durch seine Regierungsfunktionen – war er auch dem Parlament intensiv verbunden. Bruno Kreisky hat die österreichische Innenpolitik jahrzehntelang geprägt und hat einen über alle Parteigrenzen unbestritten großen Anteil daran, Österreich zu einem sicheren und freien Land zu entwickeln. Er war weltoffen im besten Sinne des Wortes und ein österreichischer Patriot“, begründete Fürst die Wahl Kreiskys als Namensgeber.

Dem ÖVP-Abgeordneten Martin Engelberg, der die FPÖ-Mandatare bereits im Vorfeld als „Outcasts“ – also Ausgestoßene – aus der österreichischen Gesellschaft beschimpft hatte, wenn sie für einen „Bruno-Kreisky-Preis“ stimmen, richtete Fürst aus: „Sie müssen lernen, mit anderen Meinungen umzugehen. Das hätten Sie von Bruno Kreisky lernen können.“

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