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09. Juli 2020

FPÖ – Angerer: Schutzstatus von Wölfen herabsetzen und Existenz der Almwirtschaft sichern!

Wien (OTS) - In der letzten Sitzung vor der Sommerpause des Nationalrats wurde über die langfristige Ausrichtung der österreichischen Landwirtschaft diskutiert. Der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Erwin Angerer nahm dies zum Anlass, um einen weiteren Antrag einzubringen: „Wenn wir über eine abgesicherte Zukunft der Land- und Forstwirtschaft diskutieren wollen, dann muss man auch so ehrlich sein und zugeben, dass aktuell insbesondere die Almwirtschaft in eine Situation abzudriften droht, die die Existenz vieler Bauern gefährdet. Die zunehmende Rückkehr des Wolfs in unseren Wäldern und auf unseren Almen stellt unsere traditionelle Berglandwirtschaft in Frage. Wollen wir diese erhalten, brauchen wir ein ordentliches Wolfsmanagement“, forderte Angerer, dessen Antrag, die notwendigen Voraussetzungen zur Entnahme von Problemwölfen zu schaffen, auch seitens der Regierungspartei der ÖVP abgelehnt wurde.

„ÖVP-Vertreter landauf und landab fordern lautstark genau diese Änderung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) ein, um den hohen Schutzstatus von Wölfen zu ändern und eine Entnahme von Problemwölfen zu ermöglichen. Wenn es jedoch darauf ankommt und ein konkreter Antrag dazu im Nationalrat gestellt wird, wird dieser von der selbsternannten schwarzen ,Bauernpartei‘ abgelehnt. Auch die Ankündigung einer Petition dient wohl eher nur der Eigenvermarktung, anstatt unseren Almbauern eine tatsächliche Unterstützung zukommen zu lassen“, zeigte sich Angerer über die „heuchlerische Haltung“ der ÖVP erzürnt.

„Experten sind sich einig, dass der Schutzstatus des Wolfs an heutige Realitätswelten angepasst werden muss. Dieser Schutz stammt teilweise noch aus den 1970er Jahren, als mit keiner solchen Ausbreitung zu rechnen war. Tatsächlich steigt die Wolfspopulation ständig an und mittlerweile gefährden diese nicht nur das Bestehen von Almwirtschaft und Bergbauerntum, sondern Wölfe nähern sich auch Siedlungsräumen. Wir müssen daher jetzt handeln“, erklärte Angerer, „denn nur das wäre ein echtes Bekenntnis zum Erhalt der Almwirtschaft“ und damit auch ein wesentlicher Teil zur Absicherung der österreichischen Berglandwirtschaft.

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