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19. Februar 2021 | Frauenpolitik

"Equal Pay Day": Corona verschärft die Lage

FPÖ-Frauensprecherin Ecker: "Die Lohnschere hat sich, bedingt durch 'Lockdowns', Kurzarbeit und auch Arbeitslosigkeit, erneut keinen Millimeter zu Gunsten der Frauen verändert."

Anlässlich des bevorstehenden "Equal Pay Day" am 21. Februar stellt die Frauensprecherin des FPÖ-Parlamentsklubs, Rosa Ecker, fest: „Frauen haben schon vor der Corona-Krise weniger verdient. Die Lohnschere hat sich aber bedingt durch die 'Lockdowns', Kurzarbeit und auch Arbeitslosigkeit erneut keinen Millimeter zu Gunsten der Frauen verändert. Die Zahlen zeigen zudem deutlich, dass Frauen in unserem Land stärker von der Corona-Arbeitslosigkeit betroffen sind. Wir stehen vor dem Dilemma, dass nunmehr noch mehr Frauen von Armut bedroht sind. Sie haben nicht nur mit 35 Prozent gravierend weniger Einkommen zur Verfügung gehabt als Männer. Und jetzt müssen sie mit fünfzig Prozent des vorherigen Einkommens auskommen. Daher ist es längst überfällig, dass das Arbeitslosengeld von derzeit 55 Prozent Nettorate auf 70 Prozent erhöht wird.“

Diskussion wie bei "Täglich grüßt das Murmeltier"

„Wäre es nicht so traurig, wäre es schon fast zum Lachen. Jedes Jahr diskutieren wir wie bei ‚Täglich grüßt das Murmeltier‘ darüber, dass die Lohnschere sich endlich schließen muss. Jedes Jahr zeigen wir auf, dass Frauen durch das geringere Einkommen auch weniger Pension erhalten. Ich bin der Meinung, dass den Worten nun endlich die entsprechenden Taten folgen müssen. In Wahrheit muss hier die Ansage von Bundeskanzler Sebastian Kurz, 'koste es, was es wolle', ebenso zur Anwendung kommen, wenn wir wirklich vermeiden wollen, dass Frauen weiterhin die Gehaltsverlierer in diesem Land sind“, mahnt Ecker, dass den von der letzten schwarz-blauen Regierung beschlossenen Maßnahmen wie der Anrechnung von Karenzzeiten von bis zu 24 Monaten für Gehaltsvorrückungen, Urlaubsansprüchen, Entgeltfortzahlungen und Krankenstandsansprüchen die nächsten Taten folgen müssen. „Denn noch immer werden Pflegezeiten nur dann abgegolten und sind etwas wert, wenn sie ausgelagert werden.“

Unbezahlte Pflege und Kindererziehung

„Betreut die Frau ihre pflegebedürftigen Angehörigen selbst, dann ist das eine unbezahlte und nicht angerechnete Tätigkeit. Das gleiche gilt bei der Erziehung der Kinder. Gemeinden und das Land tragen die Abgangskosten für die Krabbelstuben und Kindergärten – erzieht die Mutter selbst, ist es für die Allgemeinheit kostenlos. In beiden Bereichen sprechen wir von immensen Summen“, erklärte die FPÖ-Frauensprecherin.

Teilzeitarbeit rächt sich in der (Mindest-)Pension

„Viele Frauen arbeiten lange Jahre nur Teilzeit, und das kostet dann im Alter viel Geld, da sie dementsprechend weniger an Pension zu erwarten haben. Wir müssen es endlich schaffen, dass Frauen nicht nur gleichen Lohn für gleiche Arbeit erhalten, sondern auch die Pensionen für Frauen nicht länger nur 50 Prozent im Vergleich zu jenen von Männern ausmachen. Daher wäre es nötig, dass einer Frau generell eine Mindestpension zusteht, wenn sie erwerbstätig war – und nicht nur eine Mindestpension gemeinsam mit dem Ehemann. Das seit dem Jahr 2005 bestehende Modell des Pensionssplittings wird kaum bis gar nicht beantragt – offensichtlich geht es doch zu sehr an der Lebensrealität der durchschnittlichen Verdiener und Familien vorbei“, meinte Ecker.

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