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Die Achse Wien-München ruiniert unsere Tourismuswirtschaft!

Kurz und Söder liefern sich einen hysterischen Wettbewerb beim „Kampf gegen die Mutanten“.

Die Achse Wien-München ruiniert unsere Tourismuswirtschaft! - Kurz und Söder liefern sich einen hysterischen Wettbewerb beim „Kampf gegen die Mutanten“.

Foto: NFZ

Der Corona-Wahnsinn treibt immer hysterischere Blüten: Zuerst sperrt die schwarz-grüne Koalition Tirol de facto ab – und wundert sich dann, dass Bayern dieselben Maßnahmen ergreift und wortident mit der Bundesregierung erklärt: Man müsse die „gefährliche südafrikanische Mutation“ unter Kontrolle bekommen. Dass das in Tirol längst passiert ist, interessierte weder Wien, noch München.

Nach einem turbulenten Verhandlungs-Marathon wurden am Montag vergangener Woche zwischen dem Land Tirol und dem Gesundheitsministerium verschärfte Maßnahmen wegen der „südafrikanischen Virusmutation“ umgesetzt: Der Bund sprach eine „Reisewarnung“ für das Bundesland aus.

Faktenbefreite Entscheidung

Am Dienstag schärfte die Koalition nach und riegelte Tirol de facto ab. Seit Freitag ist die Ausreise aus dem Bundesland nur nach Vorlage eines negativen Tests gestattet. „Seit fast einem Jahr sind wir mit der Pandemiebekämpfung gefordert. Es ist in den letzten Wochen schwieriger und diffuser geworden“, begründete Bundeskanzler Sebastian Kurz die Anordnungen. Denn die in Tirol entdeckten Mutationen aus Südafrika (B.1.351) und Großbritannien (B.1.1.7) seien gefährlicher und herausfordernder als das herkömmliche Virus.

Unbeeindruckt von den rückläufigen Infektionszahlen und der Entlastung der Spitäler zeigte sich Gesundheitsminister Rudolf Anschober „Wir wissen, dass die Mutationen stärker sind“, begründete er die verschärften Maßnahmen.

Bayern kopiert, ÖVP verwirrt

Nur, wie gehen die „gefährlichen Mutationen“, die seit Dezember in Tirol entdeckt worden sind, mit den aktuellen Infektionszahlen in Tirol zusammen? Das Land hat die niedrigste Zahl an Neuinfektionen unter allen Bundesländern, die Sieben-Tage-Inzidienz liegt schon fast auf deutschem Niveau.

Völlig konsterniert reagierte die schwarz-grüne Koalition, als Bayerns Ministerpräsident Markus Söder den von Wien aufgelegten Elfmeter im eigenen politischen Interesse – die angestrebte Kanzlerkandidatur bei den Bundestagswahlen im Herbst – verwandelte, die Maßnahmen von Kurz, Anschober & Co kopierte und auf Tschechien ausweitete: Seit Montag dieser Woche dürfen aus Tirol und Tschechien nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es nur für in Bayern beschäftigte Ärzte, Kranken- und Altenpfleger, Lkw-Fahrer und landwirtschaftliche Saisonkräfte aus diesen beiden Nachbarregionen.

Wettlauf der Überreaktionen

Die beiden zuständigen ÖVP-Minister, Innenminister Karl Nehammer und Außenminister Alexander Schallenberg, äußerten völliges Unverständnis für die Übernahme der österreichischen Sanktionen durch Bayern: „Diese Maßnahme von Bayern ist unausgegoren und löst nur Chaos aus.“

Und Nehammer legte mit einem treffsicher verwandelten argumentativem Eigentor auch noch nach: „Mit dem Finger auf das Bundesland Tirol zu zeigen, ist vielmehr eine Provokation als eine geeignete Maßnahme zur Eindämmung der Pandemie und ihrer Auswirkungen.“

„In diesem Corona-Wahnsinn habe ich schon lange aufgehört, die Maßnahmen der Regierenden zu verstehen“, bemerkte Tirols FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger zum Absperr-Wettkampf zwischen Wien und München.

Corona-Wahnsinns-Wettkampf

Wobei insbesondere das Münchener Nachtreten gegen die Tiroler für ihn nicht einer gewissen Süffisanz entbehre. „Tiroler dürfen jetzt also wegen der ,südafrikanischen Mutation‘ nicht mehr nach Bayern, nicht einmal mehr die meisten Pendler. Aber von München kann man fast täglich nach Südafrika fliegen und natürlich auch wieder zurück. Direkt oder sogar mit Zwischenstopp in anderen Städten Europas“, wunderte sich Abwerzger über die Logik hinter der Münchener Grenzsperre gegen Tirol.

In Wien geht man jetzt mit chinesischen Methoden gegen Regimegegner vor: Die Polizei war vergangenen Sonntag mit mehr als 1.000 Beamten im Einsatz, um die – nach Polizeiangaben – rund 2.000 Demonstranten in Schach zu halten. Es hagelte an die 1.600 Strafanzeigen für „die Demonstranten, unter ihnen auch Neonazis und Personen mit Tiroler Flaggen“, wie die Regierungsmedien unverhohlen vermerkten.

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