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03. Juli 2020 | FPÖ, Aussenpolitik

Deutschsprachige Minderheit Sloweniens noch immer ohne Anerkennung

Freiheitliche Initiative für deutschsprachige Volksgruppe in Slowenien bekommt durch Bundesrat Rückenwind.

„Die deutschsprachige Volksgruppe in Slowenien kämpft seit vielen Jahren um die offizielle Anerkennung durch die Republik Slowenien. Anders als die ungarische und italienische Volksgruppe in Slowenien oder die slowenische Volksgruppe in Österreich ist die deutschsprachige Volksgruppe in Slowenien nicht als autochthone Volksgruppe anerkannt und verfügt daher über keine kollektiven Rechte“, erklärte FPÖ-Bundesrat Josef Ofner.

100 Jahre Kärntner Volksabstimmung

„In diesem Jahr feiert Kärnten sein 100-jähriges Jubiläum der ‚Kärntner Volksabstimmung‘. Durch die Verträge von St. Germain nach dem Ersten Weltkrieg kam es zu großen Gebietsverlusten der Südsteiermark und Kärntens an den damaligen SHS-Staat, dem späteren Jugoslawien. Das hätte aber noch schlimmer kommen können und wurde nur durch Mut und Tapferkeit vieler Kärntner und Steirer verhindert. Schlussendlich kam es zu einer Volksabstimmung, die Kärnten in seiner heutigen Form bestätigte“, führte Ofner weiter aus.

Minderheiten-Rechte bisher versagt

„Trotz dieser Abstimmung entstanden durch die ‚Friedensverträge‘ deutschsprechende Minderheiten im SHS-Staat, dem späteren Jugoslawien und heutigen Slowenien. Diese Volksgruppe, der ein Minderheiten-Recht stets versagt wurde, ist durch Österreich zu unterstützen. Deshalb freut es uns Freiheitliche ganz besonders, dass der Bundesrat einhellig unserem Antrag zustimmt, den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten zu ersuchen, sich auf bilateraler und europäischer Ebene dafür einzusetzen, die Republik Slowenien zur offiziellen Anerkennung der deutschsprachigen Volksgruppe zu bewegen“, so der FPÖ-Bundesrat.

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