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27. März 2020 | Parlament, FPÖ

Belakowitsch: 24-Stunden-Betreuung ist in großer Gefahr, aber Anschober sieht tatenlos zu

Der Gesundheitsminister muss nun sofort handeln und einen Notfallplan entwickeln

Nationalratsabgeordnete Dagmar Belakowitsch

Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS

„Die drastischen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus führen nun dazu, dass die 24-Stunden-Pflege in großer Gefahr ist. Unser Parteiobmann hat vor dieser dramatischen Entwicklung schon am 12. März gewarnt – passiert ist vonseiten der schwarz-grünen Regierung aber rein gar nichts. Der zuständige Minister Anschober sieht bei diesem Zusammenbruch des Pflegesystems überhaupt tatenlos zu“, kritisierte heute FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch.

„Nun warnte heute die Vorsitzende der Österreichischen Bundesinteressensgemeinschaft für Agenturen der Personenbetreuung (ÖBAP) Karin Hamminger schon sogar davor, dass das Modell der 24-Stundenbetreuung in zwei bis drei Wochen völlig zu versagen drohe. Wenn nun bei Gesundheitsminister Anschober nicht spätestens jetzt die Alarmglocken läuten, dann ist er der falsche Mann auf dieser Position“, so Belakowitsch.

Anschober soll nicht immer nur über statistische Zahlen referieren

„Anschober soll nicht immer nur über statistische Zahlen referieren, sondern endlich einmal ein stärkeres Problemlösungsbewusstsein für jene Pflegebedürftigen an den Tag bringen, die bald ihre 24-Stunden-Betreuer verlieren könnten, wenn deren größtenteils ausländische Betreuerinnen durch die Grenzschließungen nicht mehr einreisen dürfen beziehungsweise nach Hause zu ihren Familie wollen“, forderte Belakowitsch.

„Der Gesundheitsminister muss nun sofort handeln und einen Notfallplan entwickeln, wenn die meisten ausländischen Pflegekräfte spätestens nach Ostern wegbrechen könnten. Zigtausende Pflegebedürftige stünden dann ohne Hilfe da und das kann es wohl nicht sein“, betonte die FPÖ-Sozialsprecherin.

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